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Andere Länder, andere Sitten

Geschrieben von Alitex am in Blog, Gewächshaus

international-project-blog-736×490Mick Griffin, Alitex Greenhouse Monteur, erzählt von seinen „hautnahen“ Eindrücken und Erlebnissen:

Bevor wir mit einem “Job” ins Ausland fahren, müssen wir einige logistische Faktoren in Betracht ziehen: Einige Fähren sind nur an bestimmten Tagen in Betrieb, nach Skandinavien wird im Winter der Fährbetrieb oft eingestellt.

In manchen Ländern Europas dürfen an Sonn-und Feiertagen keine 7,5 Tonner und Anhänger auf Autobahnen fahren – wir saßen deswegen auch schon mal auf dem Heimweg fest. Wenn wir in die Schweiz oder nach Lichtenstein liefern und die Importpapiere nicht exakt ausgefüllt sind, kann es sein, dass wir dort Stunden festgehalten werden. Andere Länder – andere Sitten: In Deutschland dürfen am Sonntag keine Garten- und Motorgeräte benutzt werden (vielleicht ist dies der Grund, weshalb viele montags morgens vor der Arbeit noch schnell den Rasen mähen?). Während ich in den meisten europäischen Ländern mit meinen limitierten Sprachkenntnissen durchkomme, sind Japan und Russland sprachlich eine echte Herausforderung. Auch sind lokale Klimaverhältnisse nicht zu unterschätzen – ich habe Greenhouses in Athen im Sommer bei 40 Grad Hitze aufgebaut und in New York State bei minus 20 Grad. Gerne würde ich diese Extreme vermeiden, doch Kundenwünsche machen dies nicht immer möglich.

Die Reisen machen mir eigentlich Spaß: Menschen verschiedenster Sprachen und Kulturen zu treffen – doch die Reise nach Japan war selbst für mich ein richtiger Kulturschock:

Wir waren in einem sehr traditionellen Spa Hotel (Japans „alte Schule“) untergebracht. Nach dem wir in die vielfältige Hausschuh – Etikette eingeführt worden waren (Straßenschuhe an der Haustür aus, ein paar Slippers um zum Zimmer zu gehen, ein neues Paar für das Zimmer und sogar noch ein Paar für die Benutzung des Badezimmers!). Wir fanden aber kein Badezimmer – des Rätsels Lösung: es gab ein Gemeinschaftsbad. Nun denn – unser netter japanischer Kunde bot an, uns die Bäderabteilung zu erklären. Wir trafen ihn eine Stunde später – wir sollten Kimonos tragen. Leider waren die Kimonos größenmäßig auf Japaner und nicht auf große Europäer wie mein Kollege Shaun und auf Menschen, die erheblich dünner als ich sind, zugeschnitten. Nach einigem Hin und Her fand das Hotelpersonal ein paar Kimonos, die gerade noch unsere privaten Bereiche abdeckten. Wieder zurück bei unserem Kunden, wies er uns darauf hin, dass die Bäder nur nackt benutzt werden können. So saßen Shaun und ich innerhalb von 6 Stunden nach unserer Ankunft mit unserem japanischen Kunden splitternackt in einem zu heißen Hot Spa,und wurden „medium rare“ gegrillt. (Lieber hätte ich unser rohes Frühstück in diesem Zustand gesehen.)

Dies war ein neuer Level von Kundenbeziehung, den wir nicht unbedingt bald wiederholen möchten.

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