Home   |   ALITEX Österreich   |   ALITEX UK   |   ALITEX USA
Logo

Das 3. Gartenjahr mit meinem „ The Harting“ hat begonnen

Geschrieben von Gisela Albrecht am in Blog, Gastbeiträge, Gewächshaus, Pflanzenspaß & Grüner Daumen

Wie schnell die Zeit vergeht! Hatten wir vor einem Jahr noch extreme Probleme mit der Kälte und deshalb in diesem Jahr uns gut davor gewappnet, so  ist es in diesem Februar ein reines Vergnügen gewesen, die Pflanzenanzucht zu beginnen. Inzwischen kommt auch schon ein bisschen Routine auf.

Durch gute Dokumentation in den vergangenen zwei Jahren habe ich mir meinen persönlichen Leitfaden erarbeitet. Die Samentüten waren gemütlich am warmen Wohnzimmerofen vorsortiert worden nach Wurzel-, Blüte-, Blatt- und Fruchttagen und mit den entsprechenden Terminen versehen worden. Dann wurden sie der Reihenfolge nach in eine lange Kiste verstaut. Mehrfachaussaatmaterial hatte ich mit den kompletten Daten gekennzeichnet. Und auch in meinen Terminplaner wurden die Daten übertragen. Die Aussaatkästen, die Töpfe, die Aussaaterde, Sieb, Pikierstab, Heizmatten und -kabel, Dämmmatten und Schutzfolien hatte ich im Herbst gut gesäubert und sortiert weggeräumt, so das  es  nicht viel Zeit für das Wiederereinrichten brauchte.

Bereits im Januar hatte ich Radieschen und Salat in das Hochbeet gesät. Die Erdheizkabel förderten das Aufgehen. Die vorgekeimten Kartoffeln kamen Ende Januar in die Eimer. Im Februar erfolgte die Aussaat in meinem kleinen Warmhaus. Ich war sehr neugierig, hatte ich doch versucht, mein Saatgut zum großen Teil selbst zu gewinnen. Tomaten, Paprika, Gurken, Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli, Auberginen, Physalis, noch einen Schock Kopfsalat und ganz viel Blumensamen kamen in die Erde. Bevor ich in Winterurlaub in den Schnee fuhr, konnte ich die Gurken und den Kopfsalat noch pikieren und mich an dem Tablett mit den jungen Pflänzchen erfreuen. „ So viele Pflanzen“ war der Kommentar meiner Tochter.
Aber welch ein Schreck, als ich am nächsten Morgen meine Morgenrunde durch den Garten machte, sechs von meinen zarten Salatpflänzchen waren ratzekahl weggefressen. Und ich konnte den Fressling nicht finden! Als ich am nächsten Morgen nachsah, waren weitere 11 Pflanzen vertilgt, schön geradlinig in einer Spur. Meine einzige Idee war, die Töpfe am Abend weit auseinanderzustellen. Und dabei fand ich den Untäter – ein Engerling hatte es sich auf meinem Salattablett gemütlich gemacht und wähnte sich im Paradies. Ich hab ihn mit in den Wald genommen und fortan verschwand keine Pflanze mehr. Hellhörig geworden, inspizierte ich auch das Hochbeet und war mit meiner Ausbeute recht zufrieden: 12 Schnecken und einige kleine Fresslinge konnte ich ablesen. Da wäre für uns wahrlich nichts übrig geblieben. Das warme Wetter hat sie schon aus ihrem Winterschlaf gelockt und direkt hinein ins Gewächshaus – Paradies.

Morgen ist mein Winterurlaub zu Ende. Ich freue mich auf meinen neu angelegten Garten, in dem durch die Firma Schneider aus Delitzsch spezielle Bereiche geschaffen wurden nach Anregungen durch Herrn Tippel. Und das Gewächshaus hat eine angemessene Umgebung erhalten. An seiner Ostseite ist außen windgeschützt ein Hochbeet für Physalis und Auberginen entstanden. Wir hoffen, dass die umgebenden Sandsteine die Wärme gut speichern und ein passendes Mikroklima fördern. Die Fülle an Möglichkeiten ist sehr groß und lädt zu weiteren Experimenten ein.

Tags:, , , , , ,

Gisela Albrecht

Gisela Albrecht

Grüner Daumen. Von ihrem Beruf als Ärztin entspannt sich die passionierte Hobbygärtnerin am besten in Garten und Gewächshaus. Bei der bewussten Selbstversorgung liegt ihr frisches Obst und Gemüse besonders am Herzen.