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Im April unter Glas – Gewächshauskalender

Geschrieben von Hansjörg Haas am in Blog, Gastbeiträge, Gewächshaus

Der April kann eine weite Brandbreite von Temperaturen bereithalten. Einerseits entspricht die Tageslänge der zweiten Augusthälfte, was oft vergessen wird. Zum anderen sind Frostnächte keine Seltenheit.

Passen Sie das Lüften und Gießen den Außenbedingungen an. Vermeiden Sie es, Ihre Pflanzen in kalten oder bedeckten Perioden übermäßig zu gießen. An kalten Tagen sollten Sie die gesamten Türen und Seitenlüftungen kurz öffnen, damit die Luft schnell ausgetauscht wird, es aber nicht vollständig auskühlt.

Halten Sie Vlies bereit, um Ihre empfindlichen Pflanzen in Frostnächten zusätzlich abdecken zu können. Wird normales Gemüsevlies doppelt gelegt, ist die Isolierung besser.

An warmen sonnigen Tagen sollten Sie, sofern eine Schattierung vorhanden ist, über die Mittagsstunden schattieren.

Mit einsetzendem Wachstum wird auch das Düngen wichtiger. Topfpflanzen düngen sie am besten mineralisch. Verwenden Sie hierzu Volldünger, die Sie in der Gießkanne auflösen und bei warmem Wetter wöchentlich verwenden. Länger halten Vorratsdünger an. Diese sollten Sie jedoch nicht nur auf die Erde bringen, sondern etwas einarbeiten. Kübelpflanzen, die noch keine neue Blattmasse entwickelt haben, sollten Sie aber zurückhaltend gießen und düngen.

Die ersten Salate und Radieschen sind erntereif. Achten Sie darauf, dass Ihnen Schnecken die Ernte nicht streitig machen. Im Hausgarten können Sie umweltverträgliches Schneckenkorn auf der Basis von Eisen-Phosphor-Verbindungen verwenden. Streuen Sie es immer breitwürfig aus.

Ende des Monats können in warmen Lagen oder in einem beheizten Gewächshaus bereits Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen pflanzen. Achten sie auf ausreichende Abstände. Zu eng stehende Pflanzen sind pilzanfälliger. Reichern Sie vor der Pflanzung den Boden mit Kompost an und düngen ansonsten mit organischen Düngern. Denn diese Sommergemüse, mit ihrem starken Wachstum, haben einen hohen Nährstoffbedarf.

Im Frühbeet steigt und fällt die Temperatur schneller als im Gewächshaus. Achten Sie daher dort besonders auf lüften und Frostschutz. Erste Ernten schaffen Platz für neue Aussaaten oder Pflanzungen. Bedenken Sie, dass Sie Pflücksalate schnell und über einen längeren Zeitraum beernten können, ohne dass Sie gleich einen ganzen Salatkopf verarbeiten müssen.

Aussaaten von Salaten, schnell wachsenden Gemüsearten und Sommerblumen sind noch ohne weiteres möglich.

Topfpflanzen können ohne Probleme umgetopft werden, Jungpflanzen ebenso. Haben Sie Ihre Pflanztische mit Blähton „ausgefüttert“, achten Sie darauf, dass Ihre Pflanzen nicht übermäßig in den Blähton wachsen. Nehmen Sie die Töpfe immer wieder hoch und entfernen auswachsende größere Wurzeln. Kleine Würzelchen, die sich im Untergrund verankern, stören nicht, sondern verzögern das Austrocknen der Pflanzen.

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Hansjörg Haas

Hansjörg Haas

Herrenmühle Bleichheim. Der Verfasser zahlreicher Praxisratgeber studierte Gartenbau an der TU München-Weihenstephan. 2010 legte er den Garten der historischen Herrenmühle in Bleichheim an. www.herrenmuehle-bleichheim.de